Demokratie und Soziokratie
Viele Menschen kennen Demokratie vor allem als Mehrheitsentscheidung:
Die Mehrheit entscheidet — und die Minderheit muss damit leben.
Das kann funktionieren, führt aber oft dazu, dass es Gewinner und Verlierer gibt.
Wir gehen einen anderen Weg.
Unsere Entscheidungen treffen wir im Konsent.
Das bedeutet: Eine Entscheidung gilt, wenn niemand einen schwerwiegenden Einwand hat.
Es geht nicht darum, dass alle begeistert sind.
Es geht darum, eine Lösung zu finden, die für alle tragbar ist und mit der jeder leben kann.
Ein einfacher Unterschied:
Demokratie fragt: Wer ist dafür?
Soziokratie fragt: Gibt es einen begründeten Einwand?
Für uns gehört das Lernen von Entscheidungen zum Leben dazu.
Wie wollen wir als Erwachsene gemeinsam Verantwortung tragen, wenn wir es als Kinder nie üben durften?
Wir erleben täglich, wie kompetent Kinder sind.
Sie leiten Gesprächskreise, machen Abstimmungen, entwickeln Regeln des Zusammenlebens und treffen wichtige Entscheidungen mit — wenn sie möchten.
Die Freiwilligkeit ist dabei zentral.
Entscheidungen treffen wir gemeinsam.
Nicht nach dem Mehrheitsprinzip, sondern im Konsent.
So lernen Kinder und Erwachsene Schritt für Schritt, Verantwortung zu übernehmen und Gemeinschaft aktiv zu gestalten.